Geldanlage: Deutsche lassen viel Geld liegen

Aufgrund der Tatsache, dass sich die Deutschen in der Regel für sichere Geldanlagen entscheiden, lassen sie extrem viel Geld liegen. Denn die Zinssätze für Sparbücher wie Tagesgeld liegen im Bereich der 0,05 Prozent bis 0,50 Prozent - wer sich hingegen für die Geldanlage Festgeld mit einer mehrjährigen Bindung entscheidet, der wird einen Zinssatz von knapp über 1,0 Prozent angeboten bekommen. Am Ende kommt es somit nicht zum Vermögensaufbau, sondern zum Geldwertverlust, weil die Teuerungsrate höher als die aktuell zur Verfügung stehenden Zinssätze ist.

Warum man sich intensiver mit den Aktienmärkten befassen sollte

Eine Möglichkeit, die durchaus gewinnbringend ist, sind Aktien. Aber nicht nur, dass die Deutschen Angst vor möglichen Verlusten haben, schätzen sie auch oftmals die Situation falsch ein. So hat etwa eine Studie der RWTH Aachen ergeben, dass die „Verlust-Aversion“ größer ist, sofern einem die Anlage ans Herz gewachsen ist. Wer etwa in ein bestimmtes Unternehmen investiert hat und dermaßen überzeugt war, dass jetzt auch vier Kumpels Aktien gekauft haben, so verursacht der Kurssturz nicht nur, dass das Anlagekonto ins Minus rutscht, sondern auch der Gefühlshaushalt aus der Bahn geworfen wird. Zudem haben die Studienergebnisse auch Aachen eindrucksvoll bewiesen, dass die Anleger zudem nicht klüger werden. In vielen Fällen wird von „Schicksal“ gesprochen - am Ende sind diverse Faktoren verantwortlich, warum es nicht geklappt hat. Dass es mitunter die eigene Strategie war, die zu der Niederlage geführt hat, wird nur in den allerseltensten Fällen zugegeben.

Breite Streuung reduziert das Risiko eines Verlusts

Kann die Börse dennoch empfohlen werden? Ja. Doch es geht nicht um das Investieren in bestimmte Einzeltitel, sondern um die Streuung. Das heißt: Investiert man etwa in einen Fonds, so ist es wichtig, dass sich hier diverse Unternehmen aus verschiedenen Branchen und auch aus unterschiedlichen Ländern befinden - von Vorteil sind zudem noch Rohstoffe oder auch Edelmetalle. Eröffnet man etwa ein Depot für Minderjährige, so sollte man sowieso darauf achten, das Risiko so gering wie möglich zu halten. Entweder investiert man ausschließlich in stabile Werte und spekuliert mit Dividenden oder steckt sein Geld in börsengehandelte Indexfonds (kurz: ETFs), die am Ende nur einen im Vorfeld gewählten Index abbilden.

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